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28.10.2019

Digitalisierung als Gemeinschaftsprojekt angehen

Der Digital-Gipfel zeigt: Trotz starker internationaler Konkurrenz kann Deutschland künftig im digitalen Wettbewerb bestehen. Der Cluster IT Mitteldeutschland wirbt für eine überregionale Verknüpfung von Digitalisierungs-Projekten.

Die Zahlen sind auf den ersten Blick ernüchternd: Wenn es um die Umsetzung der Digitalisierung geht, liegen andere Länder bereits deutlich weiter vorn als Deutschland. So haben laut einer aktuellen BITKOM-Studie die USA und China in der Entwicklung des Digitalmarktes Europa sichtbar abgehängt. Hat die Bundesrepublik überhaupt noch eine Chance, im internationalen Wettbewerb nach vorn zu gelangen? Die Antwort auf dem aktuell stattfindenden Digital-Gipfel lautet: Ja. Im Mittelpunkt des Spitzentreffens von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft am 28. und 29. Oktober in Düsseldorf stehen Strategien zur Gestaltung des digitalen Wandels. Zentrales Thema in diesem Jahr bilden digitale Plattformen.

Sirko Scheffler, Vorstand im Cluster IT Mitteldeutschland e.V.: "Resignation ist die falsche Reaktion auf die derzeit sehr starke internationale Konkurrenz in der Informationstechnologie. Stattdessen gilt es, ernsthaft die hierzulande begonnene Aufholjagd fortzusetzen und durchaus auf eigene Ansätze zu setzen. Marktchancen für Lösungen und Produkte aus Deutschland bestehen nach wie vor genügend. Zum Beispiel bieten die Bereiche Datenverwaltung und Internet of Things viele Entwicklungspotenziale. Auf dem Digital-Gipfel zeigt sich außerdem: Es gibt von Seiten der Politik und der Wirtschaft spürbar intensive Bestrebungen, Digitalisierungsprojekte voranzubringen und weitflächig in der Gesellschaft zu verankern. Die Plattform Gaia X als Experimentierfeld für KI-Anwendungen, die morgen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgestellt wird, kann zum Beispiel ein sehr erfolgsversprechendes Vorhaben in diese Richtung sein."

Im Bereich Smart City lässt sich außerdem erkennen, dass viele Kommunen aus eigener Kraft an der Umsetzung zukunftsfähiger Lösungen arbeiten und auch erfolgreich in der Praxis umsetzen. Damit kommt gerade den vielen treibenden Instanzen auf lokaler Ebene eine wichtige Rolle zu. Begünstigt wird dieser Trend durch das vorhandene IT-Knowhow vor Ort. Gerade am Standort Mitteldeutschland existieren zahlreiche hochspezialisierte IT-Unternehmen, die ein umfangreiches Spektrum an Digitalisierungs-Lösungen abdecken.

"Neben den vielversprechenden Impulsen aus den einzelnen Kommunen ist es jedoch auch ganz entscheidend, Digitalisierungsvorhaben überregional zu verbinden und länderübergreifend zu denken und zu verwirklichen", so Scheffler, "Es gilt, Lücken zu schließen, verschiedene Ansätze insbesondere im Sinne kundenorientierter Ergebnisse zu verknüpfen und die Digitalisierung als Gemeinschaftsprojekt anzugehen. Das verstehen wir als Branchennetzwerk der IT-Wirtschaft als eines unserer Kernanliegen. Gleichzeitig sehen wir dies auch als eine zentrale Aufgabe aller beteiligten Akteure in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft."

Welche Anforderungen an Digitalisierungsstrategien gestellt werden können und sollten, ist Thema der 8. Digitalisierungskonferenz am 6. November 2019. Unter dem Motto "Erfolgreiche Digitalisierungsprojekte, Stand und Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes (OZG) und der Digitalen Agenda des Landes Sachsen-Anhalt" laden der Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt und Cluster Informationstechnologie (IT) Mitteldeutschland e.V. zu der Veranstaltung in Magdeburg ein. Dazu werden hochkarätige Referenten und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erwartet. Weitere Informationen

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