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25.03.2019

KI und Big Data: "Time Machine" läutet neues Zeitalter ein

Die Europäische Kommission hat vor wenigen Tagen das europaweite und bereits jetzt mit mehr als 200 Partnern vorangetriebene Projekt "Time Machine" als einen der sechs im kommenden Jahrzehnt strategisch zu entwickelnden Vorschläge ausgewählt.

Diese sechs Vorhaben werden zur Vorbereitung von groß angelegten Forschungsinitiativen zunächst mit einer Million Euro für das Erstellen der detaillierten Pläne gefördert. "Time Machine" zielt auf die Gewinnung und Nutzung der Big Data der Vergangenheit ab und sieht vor, fortschrittliche neue Digitalisierungs- und Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) zu entwickeln und umzusetzen. Damit soll das riesige kulturelle Erbe Europas erschlossen und ein fairer und freier Zugang zu Informationen ermöglicht werden. "Diese Informationen werden die künftigen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen in Europa unterstützen", ist sich Dr. Sander Münster vom Medienzentrum der TU Dresden sicher. Gemeinsam mit Stephan Schwartzkopff leitet er das deutsche Koordinierungsbüro an der TU Dresden. So soll es virtuell möglich werden, genauso einfach durch die Historie Europas zu reisen, wie wir heute von A nach B fahren. Wie sah diese Straße vor 500 Jahren aus? Welche Namen und Gesichter spielten zu der Zeit hier eine Rolle? Die Vergangenheit wird so zu einer leicht zugängigen Quelle bei der Suche nach Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

"Die 'Time Machine' wird fortschrittliche KI-Technologien entwickeln, um große Mengen an Informationen aus komplexen historischen Datensätzen zu erfassen", erklärt Dr. Münster. Damit wird die Transformation fragmentierter Daten – mit Inhalten von mittelalterlichen Manuskripten und historischen Objekten bis hin zu Smartphone- und Satellitenbildern in nutzbares Wissen für die Forschung und Industrie ermöglicht. Im Wesentlichen wird eine groß angelegte Rechen- und Digitalisierungsinfrastruktur die gesamte soziale, kulturelle und geografische Entwicklung Europas abbilden. In Anbetracht der beispiellosen Größenordnung und Komplexität der Daten hat die KI der Time Machine sogar das Potenzial, einen starken Wettbewerbsvorteil für Europa im globalen KI-Rennen zu schaffen.

"Time Machine wird wahrscheinlich eines der fortschrittlichsten Systeme der KI werden, das je entworfen wurde", erklärt Frederic Kaplan, Professor für Digitale Geisteswissenschaften an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) und Koordinator des Projekts "Time Machine".

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Quelle: TU Dresden

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