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04.02.2019

Cluster IT fordert: Die Potenziale für den Klimaschutz endlich aktiv nutzen

Auf der Messe E-World energy & water stehen innovative IT-Lösungen für Smart City und Klimaschutz im Fokus. Der Cluster IT Mitteldeutschland sieht dringenden Handlungsbedarf in der Umsetzung.

Die Stadt der Zukunft soll sauber, sparsam, effizient und lebenswert sein. Vor dem globalen Trend zu immer größeren Städten liefern Smart City-Konzepte Ansätze, um sowohl dem Wunsch nach Mobilität und Lebensqualität als auch dem Anspruch von Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Sie sind dieses Jahr das Leitthema der E-World energy & water. 

Die internationale Leitmesse der Energiewirtschaft bringt vom 5. bis 7. Februar 2019 in Essen rund 770 Aussteller aus 26 Ländern und zahlreiche Branchenexperten zusammen.

Jens Heinrich, Vorsitzender des Vorstandes Cluster IT Mitteldeutschland e. V. und Leiter des Arbeitskreises Energie 4.0 im Cluster IT: "Die Klimaziele lassen sich nur mit neuen Mobilitätskonzepten, dem Ausbau erneuerbarer Energien und der effizienten Ressourcennutzung erreichen. Dafür ist die Umsetzung der Ideen für Smart City unerlässlich. Denn die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt bietet enorme Potenziale, um Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und Prozesse effektiver zu gestalten." In so genannten Smart Buildings werden zum Beispiel Heizung und Klimaanlage flexibel raum- oder arbeitsplatzbezogen gesteuert; der Verbrauch von Energie oder Wasser lässt sich einfach messen und optimieren. Unter dem Schlagwort Smart Infrastructure gibt es Ideen und Lösungen, um den Verkehr der Zukunft reibungslos, automatisiert und sauber zu organisieren. Alles das wird durch Informationstechnologie erst möglich.

"Es existieren bereits viele gute Ideen und innovative digitale Technologien für ressourcenschonendes Leben und Wirtschaften. Was jedoch Schwierigkeiten bereitet, ist die großflächige, gemeinschaftliche Umsetzung", so Heinrich, "Wir beobachten eine gewisse Zurückhaltung, wenn es darum geht, neue Technologien und Konzepte für den Klimaschutz in der Praxis einzuführen." Ein Problem ist die gesellschaftliche Akzeptanz. Nach wie vor verzichten zum Beispiel viele Bewohner ungern auf ein eigenes Auto. Auch gegen autonomes Fahren gibt es Vorbehalte. Viele fürchten außerdem die massenhafte, undurchsichtige Speicherung und Nutzung ihrer persönlichen Daten durch den Ausbau digitaler Technologien. Das geht aus dem "Smart City Monitor" des Marktforschungsinstituts Splendid Research hervor.

Schwierig ist auch, dass die Verwirklichung von Smart-City-Ideen aktuell mit sehr hohen Kosten verbunden ist und bisher nur in einigen Modell-Städten durchgeführt werden konnte. Dadurch besteht die Gefahr, dass smartes Leben nur für einen verhältnismäßig kleinen Kreis erschwinglich wird. Keineswegs ist die praktische Umsetzung soweit ausgereift, um sich auf die zunehmende Zahl von Groß- und Megastädten anwenden zu lassen.  Deshalb braucht es aus Sicht des Clusters IT Mitteldeutschland dringend einen entsprechenden rechtlichen und politischen Rahmen. "Gemeinsame, übergreifende Projekte müssen entstehen und koordiniert werden. Gleichzeitig lautet unser Appell an Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sich diesen neuen Ideen zu öffnen und ihre Verwirklichung aktiv voranzubringen. Wir als Branchennetzwerk leisten ebenfalls unseren Beitrag dazu und sensibilisieren zum Beispiel durch die Aktivitäten unseres Arbeitskreises Energie 4.0 kontinuierlich für die neuen digitalen Möglichkeiten."

Mit diesem Fokus veranstaltet der Arbeitskreis Energie 4.0 zum Beispiel eine E-World-Nachlese am 14. März 2019 in Leipzig. Dabei werden die Trends, Themen und Schwerpunkte der Messe in der Diskussion vertieft. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf unserer Website unter Events.

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